Medienvielfalt schützt Demokratie: Initiative 18 beim Sustainability Summit der Frankfurter Buchmesse

Initiative 18 beim Sustainability Summit der Frankfurter Buchmesse
Wie können die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bis 2030 erreicht werden – und welche Rolle spielen dabei freie, sichere und nachhaltige Medien? Diese Fragen standen am 7. Oktober 2026 im Mittelpunkt des 6. Sustainability Summit, der im Rahmen der Frankfurter Buchmesse stattfand. Die Initiative 18 nutzte die internationale Bühne, um ihre Forderung nach einem eigenständigen 18. Nachhaltigkeitsziel in den globalen Diskurs einzubringen.
Ein Forum für internationale Perspektiven
Der Sustainability Summit brachte Vertreterinnen und Vertreter der internationalen Verlagsbranche, der International Publishers Association (IPA) sowie Akteure aus dem Umfeld der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) zusammen. Einen wichtigen thematischen Impuls gab Melissa Fleming, Under-Secretary-General for Global Communications der Vereinten Nationen, die die Diskussion über Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung der Agenda 2030 eröffnete. Unter der Moderation von Antje Kristin Watermann tauschten sich unter anderem Salome Benidze, Laurène Eichner, Rachel Martin und Melina Taprantzi über unterschiedliche Perspektiven auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung aus.
Für die Initiative 18 nahm Beirätin Petra Küstner an der Veranstaltung teil. Sie stellte die Initiative vor und führte Gespräche mit internationalen Gesprächspartnerinnen und -partnern über die Bedeutung einer vielfältigen und unabhängigen Medienlandschaft für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung.
Warum freie Medien auf die Nachhaltigkeitsagenda gehören
Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen umfasst bislang 17 Nachhaltigkeitsziele. Aus Sicht der Initiative 18 fehlt darin eine wesentliche Voraussetzung für deren erfolgreiche Umsetzung: eine freie, sichere und wirtschaftlich tragfähige Medienlandschaft.
Unabhängiger Journalismus ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe, macht politische und wirtschaftliche Entwicklungen nachvollziehbar und schafft die Informationsgrundlage für demokratische Entscheidungen. Gleichzeitig stehen Medien weltweit unter erheblichem wirtschaftlichem und politischem Druck. Die zunehmende Konzentration digitaler Informations- und Werbemärkte sowie die Verbreitung von Desinformation stellen zusätzliche strukturelle Herausforderungen dar.
Die Initiative 18 setzt sich deshalb dafür ein, „Free, Safe & Sustainable Media" als 18. Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen zu verankern. Denn ohne eine unabhängige, vielfältige Informationslandschaft wird es zunehmend schwieriger, auch die bestehenden 17 Ziele zu erreichen.
Anknüpfungspunkte für weitere Zusammenarbeit
Für die Initiative 18 bot der Summit eine wertvolle Gelegenheit, die Bedeutung freier und unabhängiger Medien im internationalen Nachhaltigkeitsdiskurs zu thematisieren und Grundlagen für eine weitere Zusammenarbeit zu legen.
Die Gespräche in Frankfurt haben erneut verdeutlicht, wie eng nachhaltige Entwicklung und Demokratie mit dem Zugang zu verlässlichen Informationen verknüpft sind. Die Initiative 18 wird diesen internationalen Dialog weiterführen und sich dafür einsetzen, dass die Bedeutung freier, sicherer und nachhaltiger Medien in der globalen Nachhaltigkeitsagenda stärker berücksichtigt wird.
Denn Freiheit braucht das ganze Bild.
